
Die 5-tägige International Spring School „Digital-Care-Play Lab“ (26.5. – 30.5.2026) bot durch fünf Workshops und ein intensives Rahmenprogramm Gelegenheiten zur Reflexion von Care für global vernetzte, digitale Lebenswelten. Die Workshops bzw. Seminare dienten der Erarbeitung von prototypischen Bausteinen für ein gemeinsames Digital-Care-Play.
„Giga Berlin“, so nennt Tesla sein erstes europäisches Werk, das sich in Grünheide (Brandenburg) befindet und seit Bekanntgabe der Baupläne (2019) für politische Debatten und aktivistischen Widerstand sorgt. Die Fabrik ist ein Musterbeispiel der extraktivistischen Fantasien, die Fred Turner in seinem Konzept “The Texan Ideology” erläutert. Der Input von Turner im Rahmen der Springschool bildete die Basis für dieses Seminar.
Gemeinsam haben wir daraufhin versucht, der Fantasie von Teslas Giga-Fabriken eigene, spekulative Infrastrukturen entgegenzusetzen. Die historischen Entwicklungen, die Fred Turner in seiner Theorie skizziert, bildeten in Kombination mit der sozial-räumlichen Konzeption von Teslas Produktionsstätten den Ausgangspunkt für unsere Auseinandersetzung. Wir haben versucht, uns Tesla’s Strategie des „thinking big“ künstlerisch anzueignen, um so unsere eigenen „Giga-Fabriken“ der Fürsorge zu entwickeln.
Spielerisch und „care-full“ haben wir uns gefragt, wie „thinking big“ als widerständige, kreative Praxis unter den Bedingungen des digitalen Autoritarismus aussehen könnte. Als Ergebnis dieser Auseinandersetzung entwickelten die Studierenden ein Brettspiel, das sich mit den verschiedenen Akteuren der Texan Ideology auseinandersetzt und kreativ die neo-extraktivistischen Strategien der Tech Bro's entlarvt.

